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Referenten zum 8. Thüringer Zahntechnikertag

ZTM Siegbert Witkowski
Abt.für Zahnärztliche Prothetik
Zahn-, Mund- und Kieferklinik
Universitäts Klinikum
Hugstetter Straße 55

79106 Freiburg

wissenschaftlicher Leiter 
für das Programm des 
8. Thüringer Zahntechnikertages 

Technologien im Wandel - CAD/CAM und die Auswirkungen

Digitale Technologien und -Kommunikationsmethoden haben sich in den letzten Jahren rasant weiter entwickelt. Parallel hierzu sind die vollkeramischen Werkstoffe sowie deren Vielfalt gewachsen. Spezielle Softwareprogramme und Fertigungsmaschinen liefern heute komplette Lösungen für zahlreiche dentale Applikationen. Einerseits wird CAD/CAM für eine implantologische Planung und zur Unterstützung der chirurgischen, der prothetischen und zahntechnischen Ausführung eingesetzt, und andererseits für die Konstruktion und Herstellung der Restaurationen bzw. von Teilen einer Restauration. Zahlreiche Systemlösungen zur Herstellung von Gerüsten für zahn- und implantatgetragene Restaurationen sind verfügbar. Diese Techniken haben die „konventionellen Herstellungskonzepte“ für die zahnärztliche Prothetik verändert und werden häufiger in der Praxis und im Labor eingesetzt.

Bedingt durch diesen technologischen Wandel ergeben sich Chancen und Risiken für alle Beteiligten. In Zukunft wird die Kompetenz zur Beurteilung neuer Werkstoffe und Verfahren immer wichtiger werden. Die Fähigkeit zur Beurteilung von klinischen Studien und deren Schlussfolgerungen ist schon heute wesentlich für eine Risikoabschätzung neuer Verfahren. Im Rahmen dieses Seminars werden neue Entwicklungen und deren Einsatz mit den jeweiligen Werkstoffen, anhand von Fallbeispielen vorgestellt und kritisch diskutiert.

Vortragsdauer ca. 40 min

ZT Michael Stahl
Leiter, Training & Support
Etkon AG
Lochhamer Schlag 6
82166 Gräfelfing

Leistungsfähigkeit moderner CAD/CAM-Systeme - Einsatzmöglichkeiten in der Implantat- und Prothetiktechnologie

Willkommen in der etkon Welt... Tauchen sie ein in die Welt der CAD/CAM Technologie. 
In diesem Vortrag werden ihnen die Vorzüge moderner CAD System vorgestellt. Mit der Software etkon visual 4 und dem Scanner es1 können sie von der Einzelkrone bis hin zur komplexen Brückenversorgung alles kinderleicht umsetzen. Erfahren sie mehr über die Vorzüge der zentralen Fertigung im Produktionszentrum und die neuen Innovationen im Bereich der individuellen Abutments und Kauflächengestaltung mit Hilfe von Kauflächendatenbanken.

Vortragsdauer ca. 45 min 

CAD/CAM vs. Kopierfräsen
(Debatte zwischen Zahntechniker Ralph Riquier und Dr.-Ing. Sascha Cramer von Clausbruch 
mit moderierter Diskussion)

ZTM Ralph Riquier
Weidenweg 24
75196 Remchingen

Aufgezeigt werden die Vorteile die eine digitale Fertigung von Zahnersatz bietet. Als Einleitung dient eine kurze Übersicht und Klassifizierung der einzelnen Systeme um anschließend speziell auf den Bereich der CAD/CAM Fertigung und deren Vorzüge einzugehen. Im Hintergrund steht immer der Verglich zwischen der digitalen Fertigungsmethode und der manuellen Fertigung. Schlagwörter wie z.B. Qualität, Produktivität, Zukunftsorientierung werden in Bezug auf die CAD/CAM Fertigung analysiert und die Vorzüge erläutert. Da der Vortrag im Zusammenhang oder besser konträr zu dem anschließenden Vortrag über die manuellen Frässysteme steht soll eine Art Streitgespräch entstehen. Polarisierte Meinungen die kompromisslos die Vorteile der von den Referenten vertretenen Methode aufzeigen.

Dr.-Ing. Sascha Cramer von Clausbruch
Forschung und Entwicklung
Amann Girrbach AG
Herrschaftswiesen 1
6842 Koblach
Österreich

Das Kopierfräsverfahren ist eine sehr präzise aber technologisch einfache Fertigungs­methode zur Herstellung von festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz aus Zirkonoxid. Die 5-Achs-Bearbeitung und die Vielfalt an Bearbeitungswerk­zeugen bieten die Möglichkeit, die gesamte Indikationsbreite für diesen Werkstoff zu herzustellen. Dabei sind keine Computerkenntnisse nötig, da die manuelle Prozesskette einfach erlernbar, nachzuvollziehen und die Lernkurve in der Anwendung sehr steil ist. Besonders werden von den Anwendern die Modellationsfreiheiten und die Möglichkeit der Gerüstkontrolle im Artikulator und im Patientenmund geschätzt. Die oben genannten Merkmale der Kopierfrästechnik stellen auch deren grundlegenden Vorteile gegenüber den CAD/CAM-Verfahren dar. Durch die niedrige Investitionshürde ist auch für kleinere Labore ein Einstieg in die Zirkonoxidtechnologie ohne großes Risiko möglich. Im Rahmen der Präsentation werden sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die technischen Möglichkeiten der Kopierfrästechnik anhand von Praxisbeispielen aufgezeigt.

Vortragsdauer insg. ca. 1h

Dr. Martin Groten
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Osianderstraße 2-8
72076 Tübingen
Indikationsstellungen in der Vollkeramik

Mit der Zunahme der zur Verfügung stehenden keramischen Materialien und Systeme sind auch ihre Indikationen vielfältiger geworden. Dennoch richten sie sich in der Hauptsache immer noch nach der grundsätzlichen Unterscheidung in silikat- und oxidbasierte Keramiken. Letztere lassen sich dank des Zirkondioxids mittlerweile nahezu universell für konventionelle Kronen und 3-gliedrige Brücken in klinischen Standardsituationen anwenden. Mehrgliedrige Konstruktionen sind möglich, ihr Erfolg ist allerdings klinisch noch nicht verlässlich zu bewerten. Silikatbasierte Keramiken sind als Einzelzahnrestaurationen in Zusammenhang mit der adhäsiven Befestigungstechnik anerkannt, vornehmlich als Inlays, Onlays, Teilkronen und Veneers, aber auch als Kronen.

Entscheidend für die Indikationsbreite ist heute auch die Frage der Anwendbarkeit der Adhäsivtechnik. Dabei haben Fortschritte der Adhäsivsysteme, die besonders die Befestigung im Dentin verbessert haben sollen, die Einsatzmöglichkeiten erweitert. Eventuell lassen sich künftig damit das ästhetische Potential der Silikatkeramiken für Kronen und Teilkronen in der gesamten Dentition nutzen, insbesondere durch Lithiumdisilikatkeramik. Aber auch im Bereich der Oxidkeramiken eröffnen sich angesichts der hohen Festigkeit von Zirkondioxid neue Wege. Auch wenn Adhäsivbrücken, teilkronenverankerte oder geteilte Brücken noch experimentellen Charakter besitzen, sind die bisherigen Erfahrungen durchaus positiv.

Vortragsdauer ca. 45 min

Hinweis:

Ab 14.15 Uhr erfolgt der Wechsel in die Mehrzweckhalle, wo das gemeinsame wissenschaftliche Programm für alle Tagungsteilnehmer stattfindet.

Prof. Dr. S. Kopp, Frankfurt: "Wenn Gelenke dringend Hilfe brauchen"
(Vortragsdauer ca. 45 min)

Prof. Dr. M. Walter, Dresden: "Prothetische Komplikationen!
(Vortragsdauer ca. 45 min)

Das Schlusswort spricht Dr. A. Wagner von der Landeszahnärztekammer Thüringen 
ca. 16.15 Uhr.

Ihr Schönster Schmuck: Schöne Zähne!


Zahntechniker-Handwerk